Cleantechs: Die grüne Revolution, die die Wirtschaft umkrempelt und die Zukunft vorbereitet

5 Min.

Am 02 Sep. 2024 von Frédérique Josse

Cleantechs: Die grüne Revolution, die die Wirtschaft umkrempelt und die Zukunft vorbereitet

Der Artikel in Kürze

*"Der Planet gehört uns nicht, wir leihen ihn von unseren Kindern"*🌍. Dieses Zitat von Antoine de Saint-Exupéry spiegelt die Dringlichkeit wider, etwas für unseren Planeten zu tun. Und heute sind sich immer mehr Unternehmen darüber im Klaren, dass die langfristige Lösung in den Cleantechs liegt, jenen berühmten grünen Technologien, die die Art und Weise, wie wir konsumieren, produzieren und mit unserer Umwelt interagieren, neu erfinden. Zoom auf diese Lösungen, die unsere Gesellschaft positiv revolutionieren könnten.

Zusammenfassung

Was sind Cleantechs und warum wird so viel darüber gesprochen?

Cleantechs, oder saubere Technologien, bezeichnen alle Innovationen, die darauf abzielen, die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt zu verringern. Sie decken ein breites Spektrum an Sektoren ab: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Management natürlicher Ressourcen und sogar nachhaltige Landwirtschaft. Im Grunde ist es alles, was dabei hilft, unseren CO2-Fußabdruck (oder Carbon Footprint, wenn wir in der Gesellschaft glänzen wollen) zu verkleinern 🌱.

Der Begriff ist seit einigen Jahren in aller Munde, und das aus gutem Grund! Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) muss die Welt ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um die Hälfte reduzieren, um bis 2050 CO2-neutral zu werden. Das sticht, oder? 🤯

Die verschiedenen Kategorien von Cleantech 🛠️

Um Cleantech richtig zu verstehen, zerlegen wir sie in große Familien. Das wird Ihnen helfen, besser zu erkennen, wo sie einen direkten Einfluss auf Ihr Geschäft haben können.

1. Erneuerbare Energien: Die Kraft der Natur einfangen

Wir alle kennen die großen Stars der grünen Energien: Sonne, Wind und Wasserkraft. Mit diesen Lösungen kann Strom ohne CO2-Emissionen erzeugt werden. Die Investitionen in diese Technologien explodieren, und das aus gutem Grund: Laut IRENA (Internationale Agentur für erneuerbare Energien) könnten bis 2050 90 % des weltweiten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

2. Energieeffizienz: Besser verbrauchen, nicht mehr

Energieeffizienz ist ein bisschen wie das Sprichwort: "Mit weniger mehr erreichen". Konkret bedeutet das, weniger Energie für die gleiche Produktion zu verwenden. Ob durch effizientere Geräte oder ein besseres Ressourcenmanagement, Energieeffizienz ist entscheidend für die Reduzierung von Emissionen.

Ein Aufstieg: Gründe für einen weltweiten Hype

Der Aufstieg von Cleantech lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Regierungen, Unternehmen und Verbraucher werden sich zunehmend der Schwere der Klimakrisen bewusst. Die Berichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) sind eindeutig: Wenn wir die globale Erwärmung auf 1,5°C begrenzen wollen, ist es zwingend notwendig, unsere CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 die Kohlenstoffneutralität zu erreichen.

1. Die Dringlichkeit des Klimaschutzes und der Regulierungsdruck

Internationale Gesetze, insbesondere in Europa, schreiben nun CO2-Quoten vor. Diese Quoten bieten Unternehmen einen Anreiz, saubere Technologien einzusetzen, um ihre Treibhausgasemissionen zu begrenzen. Wer diese neuen Standards ignoriert, setzt sich finanziellen Sanktionen und einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt aus.

Darüber hinaus plant die Europäische Union über Programme wie den Green Deal, fast 1 Billion Euro an Investitionen zu mobilisieren, um den ökologischen Wandel zu fördern und die Wirtschaftsakteure dazu zu bringen, grüne Lösungen zu übernehmen. Diese Finanzierungen beschleunigen den Aufschwung der Cleantech-Branche, indem sie Unternehmen dazu anregen, Innovationen vorzunehmen und in nachhaltige Technologien zu investieren.

2. Ein unumgänglicher wirtschaftlicher Hebel

Grüne Technologien, die lange Zeit als teuer galten, haben sich mittlerweile als langfristig rentabel etabliert. Studien von Firmen wie McKinsey zeigen, dass Unternehmen, die in Cleantech investieren, häufig ihre Betriebskosten senken, insbesondere aufgrund von Energieeinsparungen und Abfallreduzierung.

Nehmen wir als Beispiel die verarbeitende Industrie. Durch die Einführung energieeffizienterer Maschinen werden nicht nur die Umweltauswirkungen verringert, sondern auch die Produktionskosten erheblich gesenkt. Darüber hinaus können Unternehmen, die auf diese Innovationen setzen, von Steuervorteilen und staatlichen Beihilfen profitieren, was die anfänglichen Investitionskosten senkt.

3. Veränderte Erwartungen der Verbraucher

Der dritte Motor für den Aufschwung von Cleantech sind die Verbraucher selbst.75 % der Europäer geben an, dass sie über den Klimawandel besorgt sind, so eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2022. Angesichts dieser wachsenden Besorgnis werden die Kunden immer anspruchsvoller in Bezug auf die Umweltverantwortung von Unternehmen. Sie bevorzugen Marken, die sich aktiv für den ökologischen Wandel einsetzen, und Cleantech ist für diese Unternehmen eine Möglichkeit, ihr Engagement unter Beweis zu stellen.

Unternehmen, die sich an die neuen Erwartungen anpassen, profitieren von einem positiven Markenimage und heben sich von der Konkurrenz ab. In der Automobilbranche haben es beispielsweise Marken wie Tesla geschafft, den Markt zu revolutionieren, indem sie ausschließlich auf Elektrofahrzeuge, die sowohl leistungsstark als auch umweltfreundlich sind, setzen.

Cleantech auf der Ebene von Privatpersonen: ein wachsender Markt

Grüne Technologien sind nicht nur eine Angelegenheit für große Unternehmen. Sie werden zunehmend auch für Privatpersonen demokratisiert und verändern deren Konsum- und Alltagsgewohnheiten.

1. Elektromobilität im Aufschwung

Fahrrad- und E-Bike-Verleih, Tretrollerverleih, Auto: Die Zahl der elektrischen Verkehrsmittel steigt und spricht immer mehr Verbraucher an, die ihren CO2-Fußabdruck reduzieren wollen. In Frankreich stieg der Verkauf von Fahrrad- und E-Bike-Verleihern bis 2022 um 30 %, unterstützt durch staatliche Hilfen wie Umstellungsprämien. Diese Geräte sind kein Luxus mehr, sondern eine erschwingliche Antwort auf die Umwelt- und Mobilitätsprobleme in der Stadt.

2. Energieeffizienz zu Hause

Auch Privatpersonen rüsten sich zunehmend mit grüner Technologie für ihr Zuhause aus: Solarpaneele, Heizkessel mit erneuerbarer Energie, Wärmepumpen und intelligente Thermostate. Diese Technologien reduzieren nicht nur ihre ökologischen Auswirkungen, sondern ermöglichen auch Einsparungen bei den Energierechnungen. Laut ADEME (Agence de la transition écologique) kann die Installation eines solaren Warmwasserbereiters den Energieverbrauch für Warmwasser um** 40-60% senken.**

Herausforderungen für eine breite Einführung von Cleantech

Trotz ihres großen Potenzials stehen Cleantech-Anwendungen vor mehreren Herausforderungen.

1. Anfängliche Kosten

Die Einführung grüner Technologien kann kostspielig sein, insbesondere für kleine Unternehmen und bescheidene Haushalte. Auch wenn es Zuschüsse und öffentliche Unterstützung gibt, sind die Anfangskosten für die Installation (Solarpaneele, Ladestationen usw.) für manche immer noch hoch.

2. Die Abhängigkeit von Rohstoffen

Cleantech ist trotz ihres ökologischen Aspekts immer noch von der Förderung seltener Rohstoffe abhängig, wie z. B. Lithium oder Kobalt, die oft unter umstrittenen Bedingungen gewonnen werden. Innovationen sind weiterhin notwendig, um umweltfreundlichere und fairere Alternativen zu finden.

Zoom auf ... Die Revolution des Batterie-Recyclings, die Herausforderung für Cleantech ⚡

Einer der großen Fortschritte in Cleantech betrifft das Recycling von Batterien. Mit dem Aufkommen von Elektroautos und mobilen Geräten explodiert die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien. Allerdings ist der Abbau der seltenen Materialien (Lithium, Kobalt, Nickel) mit nicht unerheblichen ökologischen und sozialen Kosten verbunden. Hier kommen Unternehmen wie Northvolt in Schweden ins Spiel, die Technologien entwickelt haben, mit denen bis zu 95 % der Bestandteile einer Batterie recycelt werden können.

Bis 2030 wird der Markt für das Recycling von Batterien laut Allied Market Research mehr als 18 Milliarden US-Dollar betragen. Diese Innovationen reduzieren nicht nur die Nachfrage nach Rohmaterialien, sondern begrenzen auch die ökologischen Auswirkungen, die mit der Produktion neuer Batterien verbunden sind.

Elon Musk, CEO von Tesla, erklärt übrigens in seinem eigenen Magazin, Tesla mag, dass: "Die Zukunft der Energie ist elektrisch und recycelbar."

Was lernen wir aus Cleantech?

✅ Reduzieren die CO2-Emissionen und fördern die Dekarbonisierung der Wirtschaft.

✅ Bieten langfristig erhebliche Einsparungen für Unternehmen und Privatpersonen.

✅ Sind noch immer von knappen Rohstoffen abhängig und erfordern Innovationen, um den Sektor nachhaltiger zu machen.

✅ Ziehen eine zunehmend umweltbewusste Kundschaft mit hohen Ansprüchen an die soziale Verantwortung an.

✅ Erhalten staatliche Unterstützung und Zuschüsse, um ihre Einführung zu fördern.

Weitere Informationen zur Nutzungsökonomie

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Über Frédérique Josse

Jeden Tag versuche ich zu verstehen, wie sich die Kreislaufwirtschaft, der nachhaltige Tourismus und der Konsum entwickeln. Als ausgebildete Journalistin halte ich für Sie die Augen offen und erzähle Ihnen von den neuesten Trends!
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