Sea, overload and sun

Der Massentourismus, der in den 1960er Jahren mit der Demokratisierung des bezahlten Urlaubs entstand, war zunächst ein sozialer Sieg. Aber dieses Modell, das auf der Zugänglichkeit von Billigflügen und der Standardisierung von Aufenthalten beruht, hat bestimmte Reiseziele gesättigt. Heute konzentrieren sich 80 Prozent der internationalen Touristenströme auf nur 10 Prozent der Orte (UNWTO, 2019). In Venedig kommen an einem Spitzentag bis zu 100.000 Touristen auf 50.000 Einwohner. In Barcelona treiben Kurzzeitvermietungen die Mieten in die Höhe und zwingen die Einheimischen, ihr Viertel zu verlassen. Die Tourismusindustrie ist auch für die Übernutzung von Wasser, den Verlust der Artenvielfalt und eine massive Abfallproduktion verantwortlich. Das sind 8 % der weltweiten Treibhausgasemissionen, wenn man Transport, Gebäude und den damit verbundenen Verbrauch mit einbezieht (Nature Climate Change, 2018). Kurz gesagt...
Reisen gegen den Strom

Seit etwa 15 Jahren findet eine kollektive Bewusstseinsbildung statt. Der Slow-Tourismus, der Langsamkeit und Nähe wertschätzt, gewinnt immer mehr an Popularität. Laut einer OpinionWay-Studie für die ADEME (2023) sind 44 % der Franzosen bereit, den Zug dem Flugzeug vorzuziehen, auch wenn die Reise dadurch länger dauert. Die Covid-19-Pandemie war auch ein Auslöser: Viele haben die Freude an Ausflügen in weniger als 100 Kilometer Entfernung wiederentdeckt...
Labels wie La Clef Verte (zertifiziert umweltfreundliche Unterkünfte) oder Accueil Paysan (fördert den Agrotourismus und lokale Begegnungen) gewinnen an Bekanntheit. Auf Plattformen wie Greengo oder FairMoove kann man seinen Urlaub nach CO2-Emissionen, lokaler Verankerung oder Erreichbarkeit ohne Auto filtern. Und auch in den Netzwerken geht der Trend in Richtung Authentizität: Roadtrips mit dem Fahrrad, Biwaks, Übernachtungen bei Einheimischen. Ein Urlaub, der zwar langsamer, aber dafür umso reicher an Authentizität ist.
Die Welt vor der Haustür

Ok. Sie sind jetzt überzeugt, dass Sie mit Slow Travel anfangen müssen, aber Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Hier sind drei konkrete Wege, um zu reisen, ohne alles zu verbrennen:
Besser schlafen: Greengo listet in Frankreich und Belgien Unterkünfte mit geringem Energieverbrauch und engagierten Gastgebern auf. Reduzierte CO2-Belastung, lokale Verankerung.
Weniger schnell unterwegs sein: mit dem Zug (+23 % bis 2023 laut SNCF), dem Fahrrad (La Véloscénie, La Vélodyssée) oder zu Fuß (Jakobswege, GR®).
Verbindungen schaffen: Urlaubs-AMAPs, solidarische Unterkünfte, Mitmach-Baustellen, Netzwerke wie TWAM (Travel With A Mission): Reisen wird zur Begegnung. Und das verändert alles.
🔍 Zoom auf: Greengo, das Airbnb, das deinen Urlaub dekarbonisiert
Greengo ist eine französische Plattform, die Ferienunterkünfte in Frankreich und Belgien mit einem starken Kriterium anbietet: kohlenstoffarm. Was ist ihr Ziel? Für einen grüneren Tourismus eintreten, bei dem man weniger weit reist und in überschaubaren Orten wohnt, die oft von engagierten Gastgebern geführt werden. Greengo, das ist auch eine interaktive Karte, Tipps zur sanften Mobilität und ein unverkrampfter Ton.

